DBI Gas- und Umwelttechnik
DBI-GUT Slogan

Gasnetze und Gasanlagen

Emissionen

Weltweit erklären sich Regierungen bereit Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren – dies zeigte zuletzt die Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21). In Paris einigten sich 2015 195 Länder erstmals auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen. Die Klimakonferenz 2016 in Marrakesch (COP22) zeigte, dass die Umsetzung des Übereinkommens erfolgreich begonnen hat und eine konstruktive multilaterale Kooperation fortgeführt wird. 

Mit dem Ziel den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen, kommt dem Thema Treibhausgasemissionen (THG Emissionen) eine zentrale Bedeutung zu. Die bekanntesten Treibhausgase anthropogenen Ursprungs sind Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O) und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Die Klimaerwärmung muss durch rasche Emissionssenkungen verlangsamt werden. Die Entwicklung der THG Emissionen muss dabei transparent dokumentiert werden, um effiziente Minderungsoptionen identifizieren zu können.

Eine Maßnahme zur Dokumentation von Emissionen sind die nationalen Treibhausinventare, die für die United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) erstellt werden müssen und unter anderem Informationen über die diffusen Emissionen des Sektors „Erdgas“ enthalten. Die Erstellung dieser ist jedoch aufgrund der Datenzugänglichkeit herausfordernd und die Datenverarbeitung ist in Europa nicht einheitlich geregelt.

Unsere Leistungen
  • Beratung bei der Abschätzung von diffusen Emissionen aus dem Gasnetz (siehe MEEM Projekt) sowie THG-Minderungsmöglichkeiten (siehe Referenz [4])
  • Sammlung, Aufbereitung und Plausibilitätsprüfung von Daten (siehe Referenzen [5], [6], [7])
  • Bewertung und Entwicklung von Methoden zur konsistenten Abschätzung von Emissionen der Gasinfrastruktur (siehe MEEM Projekt)
  • LCA (Carbon Footprint) von Gasen unterschiedlicher Herkunft unter Berücksichtigung der Transportwege sowie der Verwendung (siehe Projekt "Treibhausgasvorkettenemissionen von Erdgas")
MEEM Projekt - Phase I
 

"Analysing the Methods for Determination of Methane Emissions of the Gas Distribution Grid"

01-10-2014 until 31-10-2015

 

Motivation and Goal

The goal of the project was the analysis of existing methods for the methane emission estimation of the gas distribution grid and the identification of best practices und potentials for optimisation.

  • Methods for emission estimation very different in Europe
  • Transparency is insufficient and thus the reliability is limited
  • Promoting natural gas as partner for the energy transition needs reliable information on its emissions
  • Identification of chances to enhance the sustainability

Partner

 

Supported by:                                 Conducted by:

                       

 

Publications

Große, C.; Wehling, A.; Müller-Syring, G.: Methanemissionen des Gasverteilnetzes

In: Aqua & Gas, N° 9 2016, S. 52 - 57.

In: energie | wasser-praxis, 11/2016, S. 60 - 64.

MEEM Projekt - Phase II
 

"Development of an Accurate and Consistent Method for Methane Emission Estimation from the Gas Distribution Grid"

                                             01-10-2016 until 31-04-2018

 

Motivation and Goal

Development of a consistent, transparent, reliable and accurate method for methane emission estimation, preferably used as pan-European method in the future and hereby enhancing the comparability of the emission estimations. An information about the project could also be found on the GERG website.

  • Development of a pan-European estimation method is crucial regarding the current situation of discussion on the environmental friendliness of natural gas
  • Unique method will provide consistent data
  • Comparison between the countries within Europe would be possible
  • A consistent updated method would unveil the positive developments already achieved as well as future reductions regarding methane emissions from the gas infrastructure 

Partner

 

Supported by:                                 Conducted by:

                       

Related Projects

It is intended to initiate in early 2017 a sister project that is focussing on the situation in the transmission grids. It is envisaged to maintain a close information exchange between the projects in order to havest synergies.

Projekt "Treibhausgasvorkettenemissionen von Erdgas"

 

"Critical Evaluation of Default Values for the GHG Emissions of the Natural Gas Supply Chain"

 

Auftraggeber: Zukunft ERDGAS GmbH

Laufzeit: 30.05.2016 bis 15.12.2016

 

Projektbeschreibung

Anlass zum Projekt gab eine im Auftrag der europäischen Kommission durch das Beratungsunternehmen EXERGIA durchgeführte Studie mit dem Titel „Study on actual GHG data for diesel, petrol, kerosene and natural gas“ (EXERGIA-Studie), welche Erdgas als deutlich weniger umweltfreundlich einschätzt als bisherige Studien.

Ziel war die Ermittlung des Carbon Footprint von Erdgas, welches in Zentral-Europa bzw. in Deutschland verteilt wird. Der Carbon Footprint ist ein Maß für die CO2-Emissionen, die im Laufe des Lebensweges eines Produktes entstehen. Hierfür werden jegliche auftretende Emissionen zu Vergleichszwecken in CO2-Äquivalente umgerechnet.

Bei der Ermittlung des Carbon Footprint wurden die Vorkettenemissionen, die bei Produktion, Aufbereitung, Transport, Speicherung und Verteilung von Erdgas verursacht werden, betrachtet. Von hoher Bedeutung für die Untersuchung war die Verwendung aktuell bestverfügbarer Daten und die Transparenz der durchgeführten Berechnungen.

Zur Ermittlung der Ergebnisse wurde das Modell GHGenius in der Version 4.03 genutzt, welches bereits in der EXERGIA-Studie Anwendung fand. Auf diese Weise war es anschließend möglich die Ergebnisse beider Studien zu vergleichen.

Für weitere Informationen stehen die Studie und eine Management Summary als Downloads zur Verfügung.

 

Verwandte Projekte

"Greenhouse gas intensity study in natural gas", Thinkstep im Auftrag von NGVA

(voraussichtliche Veröffentlichung im 1. Quartal 2017)

Weitere Referenzen
Titel/ Auftrag Auftraggeber Laufzeit
[1] Review der Studie ‚Study on Actual GHG Data for Diesel, Petrol, Kerosene and Natural Gas‘ (EXERGIA-Studie) Deutscher Verein des Gas– und Wasserfachs e.V. (DVGW) Jan. 2016 - Mai 2016
[2] „Analyse der Methoden zur Abschätzung der Methanemissionen des Gasverteilnetzes“ ENGIE/GRDF, E.ON Technologies, Gas Natural Fenosa, ITALGAS, Kiwa Technology B.V., Schweizer Verein des Gas– und Wasserfaches SVGW, Synergrid Okt. 2014 - Okt. 2015
[3] Emissionsabschätzung für den DVGW Deutscher Verein des Gas– und Wasserfachs e.V. (DVGW) 2015
[4] „Treibhausgasminderungs-potenziale in der europäischen Gasinfrastruktur“ Umweltbundesamt Okt. 2013 - Nov. 2015
[5] Bewertung der Qualität der Emissionsdaten des Nationalen Inventarreports (NIR) Umweltbundesamt 2014/2015
[6] Überführung der Bestands– und Ereignisdaten des DVGW in die Emissionsdatenbank des Umweltbundesamtes Umweltbundesamt Okt. 2013 - Mai 2014
[7] Verbesserung der Treibhausgasemissions-berichterstattung im Bereich ‚Gas, Verteilung‘ durch Datenerhebung und Datenbereitstellung Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Mrz. 2012 - Okt. 2012

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. (FH) Gert Müller-Syring
Fachgebietsleiter

  (+49) 341 - 24 57 129
  (+49) 341 - 24 57 137

Email anzeigen

  gert.mueller-syring@dbi-gruppe.de

Ansprechpartner

Charlotte Große, M.Sc.
Projektingenieurin

  (+49) 341  -24 57-149
  (+49) 341 - 24 57-137

Email anzeigen

  charlotte.grosse@dbi-gruppe.de