Historie
Die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH ist 1991 aus den gastechnischen Abteilungen des Deutschen Brennstoffinstituts Freiberg (DBI) hervorgegangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die gasfachliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit am Standort Freiberg bereits eine weit zurückreichende Geschichte hinter sich. Keimpunkt waren die Arbeiten von Wilhelm August Lampadius, der als Prof. für Chemie und Hüttenkunde von 1794 – 1842 an der Königlich Sächsischen Bergakademie wirkte. Das DBI selbst war 1956 aus der Bergakademie Freiberg hervorgegangen und sollte als zentrale Struktur die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der fossilen Brennstoffe bündeln. Ab 1966 wurde das Gasfach durch eine eigene, schnell wachsende Abteilung repräsentiert. Schwerpunkt der Tätigkeit dieser Abteilung waren Fragen der Förderung/Herstellung, Verteilung und Nutzung von gasförmigen Brennstoffen. Im DBI wurden außerdem die Planung, die Vorbereitung und der Betrieb von Untergrundgasspeichern bearbeitet.
Mit der politischen Wende setzte in den neuen Bundesländern ein Privatisierungsprozess ein, welcher konsequenterweise zu einer Aufspaltung der einzelnen Sparten am DBI führte. Die gasfachlichen Abteilungen spielten dabei eine Vorreiterrolle. In der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH (DBI GUT) konzentrierten sich zunächst die Fachgebiete der Gasversorgung und der Gasanwendung. Die DBI GUT begleitete in dieser Zeit wesentlich die Umstellung von Stadtgas auf Erdgas in den neuen Bundesländern. Parallel dazu musste sich das neue Unternehmen in der deutschen und europäischen Forschungslandschaft behaupten. Neue Verbindungen wurden geknüpft und so fand die DBI GUT einen festen Platz zwischen den Forschungseinrichtungen des DVGW. Neben dem Engineering für die Gasindustrie fand die DBI GUT zurück zur anwendungsnahen Industrieforschung.
Der zunehmende Anteil von öffentlich geförderten, grundlagenorientierten Forschungsprojekten in den 90er Jahren und die veränderte Situation im Prüfwesen ließ es als sinnvoll erscheinen, gerade diese Bereiche in einem eigenen Unternehmen zu konzentrieren. So wurde Ende 1998 die DBI -Gastechnologisches Institut GmbH (DBI - GTI) als 100%ige Tochter der DBI GUT gegründet. Es erhielt 2003 den Status der Gemeinnützigkeit. Gleichzeitig wurde die Kooperation mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg im Jahr 2001 nach außen hin dokumentiert: Die DBI - GTI wurde zum An-Institut der TU Bergakademie Freiberg. Seit Gründung des DBI - GTI hat ein stetiger Wachstumsprozess mit Steigerungsraten im zweistelligen Bereich angehalten, was die Richtigkeit dieses Schrittes klar bestätigt. Die enge Zusammenarbeit mit dem DVGW hat 2007 zur 100%igen Übernahme beider Unternehmen durch den DVGW geführt.
Mit seiner Struktur ist das DBI zu einem in Europa einzigartigen Engineering- und Forschungsunternehmen avanciert, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Gasförderung über den Gastransport bis zur Gasverwendung bedienen kann.

