DBI Gas- und Umwelttechnik
DBI-GUT Slogan

Energieversorgung mittels Biogas und Biogas-Nahwärmenetze

Biogas kann aus einer Vielzahl von landwirtschaftlichen Einsatzstoffen sowie, industriellen, gewerblichen und kommunalen Reststoffen gewonnen werden. Eine sinnvolle energetische Nutzung dieser Substrate generiert regionale Wirtschaftskreisläufe als auch nachhaltige Versorgungsstrukturen.

Ein wirtschaftlicher Biogasanlagenbetrieb hängt dabei sehr stark von den regionalen Gegebenheiten ab. Folgende Faktoren gelten in diesem Zusammenhang als entscheidend:

  • Substratwahl
  • Lokale Infrastruktur
  • Biogasnutzungsmodell (Wärmenutzungskonzept!)

Wie nachfolgend ersichtlich kann Biogas sowohl am Ort der Entstehung als auch anderweitig genutzt werden:

A) Direkte Vor-Ort Nutzung

Ein Großteil der in Deutschland bestehenden Biogasanlagen nutzt dieses Modell, bei welchem aus dem Biogas in einem BHKW Strom und Wärme erzeugt wird. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und nach EEG vergütet. Die Wärme wiederum wird im Idealfall ganzjährig und nahezu vollständig auf dem Betriebsgelände der Biogasanlage benötigt.

B) Dezentrale Nahwärmenetze

Meist besteht auf dem Betriebsgelände kein adäquater Wärmebedarf. Hier erweist es sich als sinnvoll, benachbarte Wärmeabnehmer (Haushalt, Gewerbe, Kommune) mit Hilfe eines Nahwärmenetzes zu versorgen. So können zusätzliche Einnahmen erzielt werden.

C) Dezentrale Biogasnetze

Finden sich keine Wärmeabnehmer in unmittelbarer Nähe, so kann das Biogas nahezu verlustfrei in einem Leitungssystem über weite Entfernungen transportiert werden. Das BHKW befindet sich am Ort des Wärmebedarfs, sodass ein nachgelagertes Nahwärmenetz die Verbraucher versorgt.

D) Einspeisung ins Erdgasnetz

Für leistungsstarke Biogasanlagen (> 500 Nm³/h Rohbiogas) kann die Aufbereitung zu Biomethan und anschließende Einspeisung wirtschaftlich sinnvoll sein. Mit dieser Variante überwindet Biogas seine lokale Nutzungsbeschränkung und erweitert sein Absatzgebiet auf das gesamte Bundesgebiet.

Mögliche Biogasnutzungspfade in Abhängigkeit von der Entfernung zwischen Biogasanlage und Wärmeverbraucher (dezentrale Nahwärme-/Biogasnetze)

Mögliche Biogasnutzungspfade in Abhängigkeit von der Entfernung zwischen Biogasanlage und Wärmeverbraucher (dezentrale Nahwärme-/Biogasnetze)

 

Für die Ermittlung des optimalen Biogasnutzungspfades müssen demnach verschiedenste prozessbiologische, wirtschaftliche sowie logistische Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Da diese wiederum von verschiedenen standortspezifischen Faktoren (z.B. Ernteertrag, Straßennetz, Einwohnerverteilung, Erdgasnetz etc.) abhängen, ist das Geoinformationssystem (kurz: GIS) eine hervorragende Lösungsmöglichkeit dieser Problematik.
Um für bestehenden Biogasanlagen ein wirtschaftlich sinnvolles Wärmekonzept zu erarbeiten, sind vor allem Kenntnisse über den Wärmebedarf erforderlich. Auf Basis der in unserem Unternehmen durchgeführten Wärmepotentialanalysen können standortgenau die optimalen Konzepte ermittelt werden.

Mittels umfangreicher Biogasanlagen-Datenbanken lassen sich zudem diejenigen Biogasanlagen ermitteln, welche in einer bestimmten Region eine Nahwärmeversorgung ermöglichen können. Durch ein anschließendes Biogasanlagen-Ranking lassen sich dabei schnell die Biogasanlagen mit den lukrativsten technischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lokalisieren.

 

Leistungsangebot:

  • Energiekonzepte für Biogasanlagen
  • Planung von Nahwärmkonzepte für Biogasanlagen
  • Planung von Biogasleitungen und Biogasnetzen
  • Potentialanalysen

Ansprechpartner

Dipl.-Wi.-Ing. Ronny Erler
Fachgebietsleiter

  (+49) 3731 - 41 95 328
  (+49) 3731 - 41 95 309

Email anzeigen

  ronny.erler@dbi-gruppe.de