DBI Gas- und Umwelttechnik
DBI-GUT Slogan

Erfolgreiches DBI-Fachforum ENERGIESPEICHER in Berlin

Wasserstoff – ein wichtiger Energieträger!

Bereits zum neunten Mal lud die DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg zu ihrem DBI-Fachforum ENERGIESPEICHER ein. Zahlreiche Teilnehmer folgten am 27. und 28. September 2018 der Einladung nach Berlin und debattierten gemeinsam mit den Referenten über aktuelle Entwicklungen und den neusten Stand rund um das Thema Wasserstoff.

Teilnehmer des DBI-Fachforum ENERGIESPEICHER 2018 | © DBI-Gruppe
Teilnehmer des DBI-Fachforum ENERGIESPEICHER 2018 | © DBI-Gruppe


Power-to-Gas-Neuigkeiten & Transformationspfade der Erdgas-
infrastruktur

Referentin Eva Hennig (Thüga AG) |  © DBI-Gruppe
Referentin Eva Hennig (Thüga AG) | © DBI-Gruppe

Mit einem Überblick über die aktuellen politischen und gesetzlichen Entwicklungen in Brüssel tauchte Eva Hennig der Thüga AG mit ihrem Vortrag in „die Welt der Verordnungen“ ein. Sie stellte verschiedene Maßnahmenpakete der Europäischen Kommission vor, wie das Clean Energy Package für eine saubere Energie in Europa, welches noch in diesem Jahr fertiggestellt und ab 2020 umgesetzt werden soll. Unter dem Motto „Die Zukunft wird bunt.“ fordert Frau Henning eine Investition in Forschung und Entwicklung neuer Technologien in allen Sektoren, ohne dabei dekarbonisierte Gase zu diskriminieren. Aktuelle Ergebnisse aus dem DVGW-Projekt „Transformationspfade zur Treibhausgasneutralität der Gasnetze und Gasspeicher nach COP-21“ wurden anschießend gemeinsam von Hans Rasmusson (DVGW) und Marek Poltrum (DBI) vorgestellt. Fazit des Vortrags: Erneuerbare Gase sind wichtig, aber es werden Szenarien benötigt, die auch den Energieträger Gas enthalten! Dr. Evelin Weidner vom Joint Research Center (JRC) der Euopean Commission erläuterte neben der aktuellen Forschungslandschaft die Aktivitäten des JRC zum Thema „Die Rolle der Energiespeicher im Energiesystem“. Batterien für den Einsatz in Fahrzeugen mit ihren Umweltauswirkungen sowie Recycling- und Entsorgungsherausforderungen sind ein wichtiges Thema, für welches F&E und Laborkapazitäten am JRC eingerichtet wurden.

Rechtliche Aspekte um Power-to-Gas & Defossilisierung

Handlungsmöglichkeiten zur Schaffung eines adäquaten Rechtsrahmens für Power-to-Gas als zentrale Technologie für die Energiewende und Sektorenkopplung stellte Jens Vollprecht von der Rechtsanwaltskanzlei Becker Büttner Held auf Grundlage der Ergebnisse der Studie „SMARAGD“ vor. Aus den rund einhundert gefundenen rechtlichen Hemmnissen für Power-to-Gas wurden ca. zwanzig besonders wirksame Maßnahmen identifiziert und aus Betreiber-, Kunden- und volkswirtschaftlicher Sicht bewertet. Es wurde gezeigt, dass systemisch wirkende Maßnahmen konkret für die Einführung einer EE-Gas-Quote ein sehr wirksames Instrument ist. Dr. Ulrich Bünger (Ludwig-Bölkow-Systemtechnik) informierte in seinem Vortrag über die „Zukunft der EU Gasinfrastruktur im Licht einer nahezu vollständigen Defossilierung bis 2050“. Dabei schlussfolgerte er, dass Gas zukünftig den Strom- und Verkehrssektor versorgen wird. „Wasserstoff wird als wichtiger Energieträger gesehen, ist aber aktuell noch zu teuer.“ Im Vortrag „Wassersoff – Rückgrat der europäischen Wirtschaft“ verkündete Werner Diwald (performing energy und DWV) „Wasserstoff habe Charme. Er ist ein Allrounder und bietet Versorgungssicherheit.“ Seiner Meinung nach könnten durch die Elektrolyse in Deutschland 70.000 Arbeitsplätze entstehen. Jedoch wird hierfür Planungssicherheit benötigt. Hierfür muss die Politik verantwortungsbewusst Leitplanken setzen und diese zukunftsbestimmenden Themen nicht dem Markt allein überlassen.

Podiumsdiskussion

Teilnehmer der Podiumsdiskussion: Müller-Syring (DBI), Bünger (LBST), Vollprecht (BBH), Hennig (Thüga), Diwald (Performing Energy) v.l.n.r.| © DBI-Gruppe
Teilnehmer der Podiumsdiskussion: Müller-Syring (DBI), Bünger (LBST), Vollprecht (BBH), Hennig (Thüga), Diwald (Performing Energy) v.l.n.r.| © DBI-Gruppe

Zu der fest integrierten Podiumsdiskussion unter dem diesjährigen Motto „Hochlauf Power-to-Gas im Kontext von Erneuerbaren Gasen im Wärmemarkt und der Mobilität sowie Netz/-Speicherdienstleistungen“ diskutierten am Ende des ersten Veranstaltungstages die Referenten gemeinsam mit den Teilnehmern über die Bereiche, in denen Power-to-Gas als Schlüsseltechnologie wesentliche Aufgaben übernehmen kann. Es bestand Konsens, dass Power-to-Gas zum Erreichen der Klimaziele in der Gaswirtschaft einen wesentlichen Beitrag leisten muss. Hierbei spielt die Mobilität ebenso eine wesentliche Rolle, welche zukünftig für Gas die Hälfte des Absatzmarktes bedeuten könnte. Auch die Brennstoffzellen-Fahrzeuge, bei denen ein hoher Wertschöpfungsanteil in Deutschland möglich ist sowie geringe Abhängigkeiten von seltenen Rohstoffen bestehen, sind eine Technologie die stärker unterstützt werden muss. Ein weiterer Diskussionspunkt war die allgemeine Akzeptanz neuer Technologien. Wasserstoff braucht einen Markt und damit die Möglichkeit für Kunden interessant zu werden.

Praktische Implementierung

Besichtigung Wasserstoff-Fahrzeug der EWE | © DBI-Gruppe
Besichtigung Wasserstoff-Fahrzeug der EWE | © DBI-Gruppe

Nach dem Ausklingen des ersten Veranstaltungstages zum abendlichen Get-together widmete sich der zweite Tag der praktischen Implementierung. So stellte unter anderem Stephan Bauer der RAG Austria AG die „neue Methanisierungsanlage“ – Underground Sun Conversion vor. Bereits im Oktober 2018 sollen die experimentalen Arbeiten beginnen. Aus Netzbetreibersicht, vertreten durch Thomas Rekitt der EWE-Netz GmbH, liegt das Potential in der Sektorkopplung: „Netze müssten kombiniert werden.“ Ein mehrheitliches regeneratives Energie-Versorgungssystem würde nur mit der Kombination aus Strom und Gas funktionieren, so die Ansicht von Prof. Markus Zdrallek der Uni Wuppertal. „Strom alleine hat keine Zukunft.“ Er stellte ein zellulares Energiesystem vor, welches zusammen mit dem DBI und weiteren Partnern erarbeitet wurde. Die Speicher Brandenburgs wurden durch den Vortrag von Steffen Schlegl, Ministerium für Wirtschaft und Energie, in der Machbarkeitsstudie Sperenberg vorgestellt. Herr Schneider (EWE) ermöglichte den Teilnehmern eines der Brennstoffzellenfahrzeuge der EWE in Augenschien zu nehmen. Bilanzierend gewinnt der Energieträger Gas im Bereich der Mobilität zunehmend an Bedeutung, hat aber bisher noch keine Erfolgsgeschichte geschrieben.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.

Zurück

Öffentliches Kick-off „WASh2Emden“

Am 21. Februar 2019 findet die Auftaktveranstaltung des Projektes „WASh2Emden“ statt, an welchem die DBI beteiligt ist. Im Projekt sollen die Möglichkeiten, Überschussstrom aus Windkraftanlagen in Form von Wasserstoff zu speichern und in unterschiedlichen Anwendungen im Hafen nutzbar zu machen, untersucht werden.

Weiterlesen … alle Artikel

Wasserstoff- und Brennstoffzellenanwendung hautnah

Wasserstoff als zukünftiger regenerativer Energieträger und Bindeglied in der Sektorenkopplung wird immer mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Das DBI-Fachforum Wasserstoff & Brennstoffzellen in Köln greift dieses Thema auf und möchte es im Expertenkreis präsentieren und diskutieren. Viele praxisnahe Vorträge zur Wasserstoff-Mobilität sowie zu innovativen Power-to-X-Prozessen, Beiträge zur industriellen und häuslichen Wasserstoffnutzung aber auch die Betrachtung von politischen und rechtlichen Aspekten stehen im Fokus des diesjährigen DBI-Fachforums.

Weiterlesen … alle Artikel

Besuchen Sie uns zum JOB- UND KARRIERETAG MITTELSACHSEN 2018

Wir sind am 27.12.2018 mit einem Stand auf dem JOB- und KARRIERETAG Mittelsachsen 2018 vertreten. Besuchen Sie uns von 10-14 Uhr im Tagungszentrum des DBI Freiberg. Wir freuen uns auf Sie!  

Weiterlesen … alle Artikel

25-jähriges Jubiläum der Baggerschaden-Demonstrationsanlage

Ein letztes großes Ereignis stand dem Unternehmen in diesem Jahr noch bevor. Am 7. Dezember 2018 feierte die DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg das 25-jährige Jubiläum der Baggerschaden-Demonstrationsanlage (BSDA) am Standort Freiberg. Dieses Ereignis wurde im Rahmen der jährlichen Weihnachtsfeier gemeinsam mit allen DBI-Mitarbeitern begangen.

Weiterlesen … alle Artikel

Energie- und Rohstoffbedarf der Energie- und Verkehrswende im Fokus des sächsischen DVGW-Bezirksgruppentreffens in Freiberg

Zum 9. Sächsischen DVGW Bezirksgruppentreffen unterstützte die DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg die drei Bezirksgruppen (BG) Chemnitz, Dresden und Leipzig bei der Ausgestaltung ihrer Veranstaltung am 15.11.2018 in Freiberg. Der volle Hörsaal im Deutschen Brennstoffinstitut zeigte einmal mehr das rege Interesse der BG Mitglieder, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt „Energie- und Rohstoffbedarf der Energie- und Verkehrswende – Stand und Perspektiven der zukünftigen Energie- und Rohstoffbereitstellung“. Carsten Fuchs, Vorstand BG Chemnitz, führte die Teilnehmer durch die Veranstaltung.

Weiterlesen …alle Artikel

Inbetriebnahme einer kleintechnischen Versuchsanlage zur biologischen Methanisierung

Die bedarfsgerechte Erzeugung und Bereitstellung von elektrischem Strom ist eine der großen Herausforderungen der Energiewirtschaft. Die zunehmende Einspeisung von volatilem erneuerbarem Wind- und Solarstrom erhöhen diese Anforderungen weiter. Die Umwandlung von elektrischem Überschussstrom in den chemischen Energieträger Wasserstoff durch Power-to-Gas-Verfahren mit anschließender biologischer Methanisierung sowie der Einspeisung ins Erdgasnetz bietet einen Lösungsweg für den Umgang mit diesen fluktuierenden Energieerzeugungsarten. Im Rahmen des Forschungsprojektes „BioRePow II“ als Teilprojekt des Leitechnologievorhabens „inTebi“ wird am DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg (DBI) hierfür eine kleintechnische Versuchsanlage zur biologischen Methanisierung in Betrieb genommen.

Weiterlesen …alle Artikel

Vielfache Messepräsenz in einer Woche – Hochlauf der DBI-Gruppe

Ab dem 23.10.2018 startet die DBI-Gruppe in einen Messemarathon. Am Dienstag eröffnen parallel die glasstec in Düsseldorf, das 50. Kraftwerkstechnische Kolloquium in Dresden sowie die gat|wat in Berlin. An allen drei Veranstaltungen werden Ihnen Mitarbeiter der DBI-Gruppe als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Zusätzlich findet am 25.10.2018 der 3. Sächsische Innovationstag der Sächsischen Industrieforschungsgemeinschaft e.V. in Dresden statt, zu welchem das Unternehmen ebenfalls vor Ort sein wird.

Weiterlesen … alle Artikel

Erfolgreiches DBI-Fachforum ENERGIESPEICHER in Berlin

Dem Aufruf zur nunmehr neunten Auflage des DBI-Fachforums ENERGIESPEICHER folgten am 27.-28 September 2018 zahlreiche Interessierte und Experten der Branche, um sich über Neuigkeiten im Bereich Power-to-Gas, den Marktchancen sowie über Ergebnisse aus abgeschlossenen und laufenden Forschungs- und Demonstrations-vorhaben zu informieren. Die Nachfragen und Diskussionen im Anschluss der einzelnen Vorträge verdeutlichten das hohe Interesse und die Bedeutung dieser Technologie. Die Podiumsdiskussion und das abendliche Get-Together am ersten Veranstaltungstag bot zudem die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Weiterlesen … alle Artikel

Zuse-Tag Regional – Starkes Bekenntnis zur nachhaltigen Industrieforschung

Gemeinsam mit sechs Instituten der Zuse-Gemeinschaft präsentierte sich die DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg zur Gemeinschaftsveranstaltung in Dresden. Seitens DBI wurde den Teilnehmern das Thema „H2 Speicherung und Nutzung“ von Dr. Jörg Nitzsche vorgestellt. Insbesondere ging er dabei auf die beiden Forschungsplattformen H2-UGS und Wasserstoffdorf ein.

Weiterlesen … alle Artikel

SMARAGD-Studie – Transfer und Kommunikation der Forschungsergebnisse zum Abschlussworkshop

Gemeinsam mit dem DVGW und den Projektpartnern bbh, OTHR, EBI und GWI hat die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, als Koordinator, die Ergebnisse des Projektes SMARAGD am 11.09.2018 in Berlin in einem Kommunikationsevent der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Projekt mit dem Titel „Technisch-ökonomische Modellierung eines sektorengekoppelten Gesamtenergiesystems aus Gas und Strom unter Fortschreibung des regulatorischen Rahmens“ hatte das Ziel Handlungsempfehlungen für die zukünftige Energiepolitik mit ökonomischen Zahlen zu untersetzen...

Weiterlesen … alle Artikel

Seite 1 von 10